Newsletter des Lehrstuhles für Kunstpädagogik an der ADBK MUC

 10. Januar 2016 

Der Newsletter des Lehrstuhles für Kunstpädagogik an der ADBK München informiert mit inhaltlichen Schwerpunkten zur Kunstpädagogik, Fortbildungen, Medien- und Bildungs­diskus­sion, nicht nur in Bayern.
forward to a friend  unsubscribe from this list | update subscription preferences 

 

 

 

TAGUNGEN, FORTBILDUNGEN
Ingelheimer Tagung 2016 der Fridtjof-Nansen-Akademie: Bildkünste zwischen dem Nahen Osten und Europa. Transfers, Bezüge, Abgrenzungen; 2. - 4. Mai 2016, Ingelheim, Fridtjof-Nansen-Haus.
Mit dem Naherücken der Kulturen Europas und des Nahen Ostens etwa durch globale Informations-, Ökonomie-, und Migrationsbewegungen gewinnen alte Debatten um Bilder und den Umgang mit ihnen täglich neue politische Brisanz. Als grundlegender Beitrag zur bild-politischen Bildung kann ein kunsthistorischer Blick auf die Geschichte der Bezüge zwischen den Bildkünsten der beiden Regionen helfen, diesen Diskurs differenziert zu führen. Die Tagung richtet sich besonders an Kunstlehrerinnen und -lehrer, deren tägliche Arbeit sich zunehmend an dieser bild-politisch bedeutenden Schnittstelle bewährt. Info

SGEM VIENNA 2016 SESSIONS, 6 - 9 APRIL, 2016, POLITICAL SCIENCES, HISTORY, PHILOSOPHY, ARCHITECTURE & DESIGN, HISTORY OF ARTS, CONTEMPORARY ARTS,PERFORMING & VISUAL ARTSInfo

Universität Mozarteum Salzburg, Mittwoch 20. Jänner 2015; 17:00: Wolfgang Ullrich: Kunstinstitutionen als Kreativitätsagenturen? In einer Zeit, in der das Diktum “Jeder Mensch ist ein Künstler” mehr Geltung denn je besitzt und Kreativität zu den größten gesellschaftlichen Werten gehört, braucht es auch mehr Institutionen als früher, die vor allem inspirierend wirken. Gesucht sind Orte, die eine Atmosphäre der Kreativität schaffen können. Kunstmuseen etablieren sich aktuell zunehmend als solche Orte. Das ist, gemessen an der Geschichte der Museen, nicht weniger als ein Paradigmenwechsel, der innerhalb des Vortrag analysiert werden soll.
Ort: Seminarraum im KunstWerk Alpenstraße 75 (rückwärtiger Eingang) - ErdgeschossI

KUNSTGESCHEHEN
Bilderdramen, mal wundertätig, mal düster: Erst erscheint ihm Maria, dann heilt er eine traumatisierte Nation: In Paris wird Anselm Kiefer verehrt, zu Hause eher weniger; WELT
Dazu auch: Wenn ein Stern explodiert: Die Franzosen feiern ihren deutschen Lieblingskünstler Anselm Kiefer mit einer Werkschau im Centre Pompidou in Paris. Für ihn ist es zunächst die Zerstörung, aus der etwas Neues hervorgeht. FR

Härtetest mit einer "Falle für Wildschweine" "The Fact of Matter" heißt die große Retrospektive des Künstlers und Choreografen William Forsythe in Frankfurt, Der Standard

Wer hier blutet, blutet richtig: Es gibt einen Ausweg aus unserem von technischem Luxus eingelullten Dasein. Marina Abramović, die in ihren Performances immerzu ihre Gesundheit riskiert, lebt ihn vor. ZEIT-online

Wo die Formen nur noch rot und blau und grün sind Eine Zürcher Schau feiert die Libanesin Etel Adnan, WELT

Über die Nutzlosigkeit der Kunst Vor hundert Jahren wurde in Zürich Dada gegründet. Vielleicht war es jedoch bloss ein Betriebsunfall und ein großes Missverständnis. NZZ

Am liebsten tief im Wald: Was heißt hier Heimat? Burcu Dogramaci im Tagesspiegel

Er war ein Genie, das keines sein wollte Seine Bilder heißen "Gelb", "Blau" oder "Grün" und verweigern sich jeder Inhaltsdeuterei. Mit Ellsworth Kelly verlieren wir einen großen Abstrakten, der in keine Tradition so richtig passen wollte. WELT

Überformen: Eine Reihe junger Künstler stellt unter dem spröden Namen Galerie BRD aus, derzeit in Leipzig. Zum Programm gehört die Ästhetik des Normalschreckens; Freitag

Explodierende Strichknäuel und Knutschdiagramme: Die Welt als musikalische Partitur: Aus mathematischen Algorithmen und messbaren Parametern lässt Jorinde Voigt ebenso rätselhafte wie poetische Diagramme entstehen. Die Kunsthalle Krems widmet ihr eine erste große Personale; dazu Der Standard

Der Fluchtpunkt des Blicks: Die Kunsthistorikern Maria Becker erzählt, wie Edouard Manet die Flucht des Marquis de Rochefort-Luçay in seinem Garten nachstellt und malt. NZZ

Schrift und Kunst: «Ort eines Nochnichts». In unserer Warenwelt ist das Ineinander von Text und Bild allgegenwärtig, es macht aus Flaneuren kaufwillige Passanten. Aber auch in der Gegenwartskunst agieren beide am gleichen Ort. NZZ

Das GIF ist museumsreif: Nie waren sie so begehrt wie heute: GIFs, kleine bewegte Bilder, die sich in Endlosschleifen recken und strecken. Was Künstler aus diesem digitalen Format machen, zeigt eine Ausstellung im Digital Art Museum. BZ

Der Duft von Dissidenz: Das Kunstkollektiv Pussy Riot soll in Montenegro ein Frauenmuseum eröffnen. Nicht als rebellische Punks, sondern als Markenbotschafterinnen, die helfen sollen, den Küstenstaat zum Anlageobjekt zu veredeln. SZ

So ein schönes Chakra-Kunstding. Jeppe Hein war einer der erfolgreichsten Künstler seiner Generation. Dann fiel er in ein Loch aus Angst. Jetzt ist er zurück mit einer großen Ausstellung in Wolfsburg – und seine Kunst sucht die Erleuchtung. Hanno Rauterberg in der ZEIT.

Hey, wir gehören zur Luxusindustrie: Der international führenden Verkaufsausstellung für zeitgenössische Kunst „Art Basel/Miami Beach“ fehlt es an Problembewusstsein. taz. Dazu auch: Seid überwiesen, Millionen!, Tagesspiegel

100 Tage in deutschen Wohnzimmern: Die Bonner Ausstellung "TeleGen" würdigt Pioniere der frühen Medienkunst. Wobei die wichtigsten Kunstwerke heute gar nicht im Museum zu finden sind - sondern im Internet. SZ

OLAFUR ELIASSON "BAROQUE, BAROQUE": Olafur Eliasson nimmt das barocke Winterpalais des Prinzen Eugen von Savoyen in der Wiener Innenstadt mit seinen Installationen in Beschlag. Die große Schau des Künstlers begibt sich auf eine Gratwanderung zwischen Ausstellung und Kunstevent. FR

Turnerpreis an Assemble: Das britische Architekten-Kollektiv Assemble bekommt den britischen Turnerpreis zugesprochen, eine der wichtigsten Auszeichnungen der Gegenwartskunst. Zuletzt kooperierte es mit Anwohnern in Liverpoo; SZ

Made in Venice: Im Mai berichteten wir über Olaf Nicolais Bumerangwerkstatt. Was wurde aus den Wurfgeschossen? Freitag

Unser Schweiß ist Gummi Ist die Akte Dada geschlossen? Kurz vor dem 100. Geburtstag der ästhetischen Befreiungsbewegung feiert eine Ausstellung ihren Stichwortgeber Tristan Tzara. WELT

Ganz dicke Freunde: Albrecht Dürer und William Kentridge; Tagesspiegel

Das Große und Kleine im Leben: Trafo in Stettin ist das jüngste Zentrum für zeitgenössische Kunst in Polen. Dort sind jetzt frühe Videoarbeiten Alicja Kwades zu sehen – ein echter Coup; taz

Er ist doch der Größte! In den 1980ern war der Maler Julian Schnabel der Popstar der Kunstszene. Rudi Fuchs, damals Leiter der Documenta, lud ihn trotzdem nicht ein. Hier revidiert er seinen Fehler, WELT
 
Der Blaue Reiter kehrt zurück ins Münchner Lenbachhaus, kultur-online

KUNSTPÄDAGOGIK UND PÄDAGOGIK
Schüler/innen in BYL informieren: Testgelände für das Studium der Kunstpädagogik an der ADBK München: Freitag, 5. Februar 2016; Info
 
Impulse für bildnerische Arbeit mit Flüchtlingen gesucht. In den Ü-Klassen und allen anderen Formen des Unterrichts mit Flüchtlingen wird selten die Chance eines bildnerisch-gestalterischen Arbeitens genutzt. Dabei kann solch ein Ausdruck, der nicht primär an die gesprochene Sprache gebunden ist, die oft schwierige pädagogische Situation entlasten und zugleich bereichern.  In Verbindung mit dem Referat Kulturelle Bildung des bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst werden am Lehrstuhl für Kunstpädagogik der ADBK München audio-visuelle Materialien (knappe Videoclips, aber auch fotografische Dokumente mit Text) erarbeitet, die in einer Mischung von beispielhafter Praxis und Fachkommentar aus künstlerischer/gestalterischer Sicht und (kunst-)pädagogischen Hinweisen den meist fachfremd Unterrichtenden mit den Flüchtlingen (jeden Alters) Anregungen für eine vorwiegend nonverbale Gestaltungspraxis liefern. Das Material wird dann über eine schon bestehende Internet-Plattform zur Verfügung gestellt. Kontakt: kunstpaedagogik@adbk.mhn.de
 
Schulkunst Archiv Baden-Würtemberg: mit bereits 6500 Schülerarbeiten nach Themen, viele inspirierende Abbildungen, keine didaktischen Hinweise. Archiv
 
Kommt zu uns! Deutschlands beste Professoren werben für ihr Fach. Was soll ich studieren? Und wie? Und wo? Schulabgänger haben viele Fragen. Judith Hopf ist Prorektorin der Frankfurter Städelschule und lehrt dort Freie Bildende Kunst. Als Hochschullehrerin ist es ihr wichtig, dass zeitgenössische Kunst in ihren Augen herzlich wenig damit zu tun hat, ob jemand im Schulunterricht schöne Bilder malen kann. FAZ-net.

Ist Wischen auf dem Tablet eine wichtige Kulturtechnik? Tablets und Smartphones werden schon von vielen Kleinkindern benutzt, nach einer Studie können Kinder ab 2 Jahre gekonnt wischen und aktiv Anwendungen suchen und erkennen; telepolis

Der Angriff der Digitalgeräte auf die übrigen Lernmedien. Von "Flipped Classrooms", Mikrolernen und dem möglichen Ende der Schreibschrift; telepolis

"Personalisiertes Lernen": So stellt sich Mark Zuckerberg Schule vorSpiegel-online

Die Kinder der Flüchtlinge sind vielleicht die größte Chance: An den Schulen kommen die ersten Flüchtlingskinder an. Die Schulbehörden und Lehrer versuchen sich auf die neue Situation einzustellen; telepolis

Wer nicht kommt, verliert: Der Jubel war groß, als Universitäten die Anwesenheitspflicht abschafften. Nun zeigt eine Studie: Die Noten werden schlechter. academics.de
 
Neue Ausgabe des Newsletters des ZNL TransferZentrums für Neurowissenschaften und Lernen: „Kinder & Bildschirmmedien" hier.
 
Mitarbeit gesucht:
K+U-Heft "Papier – KONSTRUKTIV":
Das geplante Heft „Papier-KONSTRUKTIV“ möchte Beispiele für den unterschiedlichen Einsatz und Umgang mit dem Material Papier im pädagogischen Kontext aufzeigen. Geschnittenes und gefaltetes Papier, geformtes Papier im Sinne von Papiermodellen und konstruierten Formen bis hin zu Papierdesign und Paperart werden in ihren Techniken und Erscheinungsformen vorgestellt und von Beiträgen begleitet, die den Einsatz dieser Materialien und Techniken im pädagogischen Bereich thematisieren. Info
K+U-Heft: "Vermittlung von Gegenwartskunst"; Info

Die größten Irrtümer zum Thema Medienrecht, LMZ BW

Was Unternehmen und Studenten wirklich über den Bachelor denken; SZ

NEUERSCHEINUNGEN
Stefanie Marr (Hg.). Tischgesellschaft 2. Guter Kunstunterricht: Wie geht das? Info

Kirsten Winderlich (Hg.). grund_schule kunst bildung. band 3: museum. Info 

Constanze Kirchner/Johannes Kirschenmann: Kunst unterrichten. Didaktische Grundlagen und schülerorientierte Vermittlung. Info

ÄSTHETIK, WARENÄSTHETIK, ETHIK
Der Kunstmarkt ist besser als sein Ruf:  Ein Kunstmarkt? Nein, viele Märkte sind es, die Kunst an unterschiedlichste private und öffentliche Sammler vermitteln. taz

Spiel mit der Moderne: Die Designer Charles und Ray Eames in London; NZZ

Dennis Busch erzählt, wie seine Collagen-Kunst funktioniert, Bento

Erotik im Gewerbemuseum Winterthur: Mit Düften tüfteln. «Nirvana – wundersame Formen der Lust» im Gewerbemuseum Winterthur befasst sich mit Design, Mode und Kunst. Der Zürcher Andreas Wilhelm hat der Schau zudem einen sinnlichen Duftparcours hinzugefügt. NZZ

Wölfflins «Kunstgeschichtliche Grundbegriffe»:  Mit seinen vor hundert Jahren erschienenen «Kunstgeschichtlichen Grundbegriffen» wollte Heinrich Wölfflin «das Problem der Stilentwickelung in der neueren Kunst» lösen. NZZ

Die Tyrannei des Like: Die Ranking-Algorithmen von Google und Facebook manipulieren Meinungen, laut Studien können sie sogar Wahlen entscheiden. Besonders brisant dabei: Experimente zeigen, dass der Facebook-Algorithmus Posts oft falsch interpretiert. FR

Ich wollt, ich wär ein Mann Vom schwachen Geschlecht redet heute keiner mehr. Doch in den Auktionen erzielen Künstlerinnen immer noch weit niedrigere Preise. Wie ist das zu erklären? WELT

NETZ, DOWNLOAD...
Web-Serie „Translantics“: Die Verheißung glitzernder Badematten. Was passiert, wenn eine Kunsthalle eine Web-Serie in Auftrag gibt? Die Künstlerin Britta Thie hält sich nicht an die Spielregeln des Fernsehens. Ihr „Translantics“ macht die Uneindeutigkeit produktiv. hier

Häufig aufgerufen, ab 16.1. mit neuen Filmen: Die Filme des BR aus der Reihe „Kunst entdecken“ als Impulse im Kunstunterricht finden Sie hier

Regionale TAGUNGEN, FORTBILDUNGEN, VORTRÄGE
DOK.EDUCATION: Das Kinder- und Jugendprogramm vom DOK.fest München. DOK.education versteht sich als "Schule des Sehens", die Medienkompetenz und kulturelle Bildung am außerschulischen Lernort Kino vereint. Ob SchulklassenKino, Dokumentarfilmschul-Workshops oder Lehrerfortbildungen, im Mittelpunkt steht immer der künstlerische Dokumentarfilm. Info

Vorträge im Zentralinstitut für Kunstgeschichte;Beginn und Ort, wenn nicht anders angegeben: 18.15 Uhr, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, Vortragssaal 242
Kolloquium am ZI, 9. März 2016: Pflanzenbilder. Visualisierung der Natur in der Frühen Neuzeit
Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter pflanzen@zikg.eu

Vorträge: 13. Januar. Anke Blümm, Cottbus/Berlin: Zur „Vorlage beim Reichspropagandaminister“? Die Bauhaus-Schau im MoMA 1938: Ausstellungsorganisation und –politik. Während die Ausstellung „Entartete Kunst“ durch das nationalsozialistische Deutschland wanderte, zeigte das Museum of Modern Art in New York 1938 die für lange Zeit wichtigste Ausstellung über das Bauhaus: „Bauhaus 1918-28“. Der gleichnamige Katalog bildete jahrzehntelang das einzige Referenzwerk zum Bauhaus. Dennoch wurde bisher wenig untersucht, unter welchen Umständen die Ausstellung zustande kam. Der Vortrag beleuchtet die Ausstellungsorganisation und -politik als Gratwanderung in schwierigen Zeiten.

20. Januar: Vortragsreihe „Bilderwissenschaften und Kunstgeschichte“ – Ethnologie: Christiane Brosius, Heidelberg: Kunst im öffentlichen Raum: Eine Perspektive aus und auf Neu Delhi. Dieser Vortrag widmet sich der Frage nach der Rolle, die zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum einer indischen ‘Global City’ wie Neu Delhi im Hinblick auf Kunstaktivismus und Urbanisierungsprozesse spielen kann.

27. Januar: Vortragsreihe „Bilderwissenschaften und Kunstgeschichte“ – Philosophie: Juliane Rebentisch, Offenbach: Installation

Museumspädagogisches Zentrum mit Neuigkeiten zum Ausstellungs- und Museumsgeschehen in München und anderen Orten Bayerns hier.

UNDERDOX startet in seine 10. Ausgabe. Eine Woche lang werden  über vierzig internationale Kurz- und Langfilme aus 21 Ländern präsentiert. Der Spielfilm findet neben dem Dokumentar- und Experimentalfilm ebenso bei UNDERDOX seinen Platz wie das filmische Essay. Info

VARIA & RARIA
Keine Stellenausschreibungen diesmal, doch zur Vorbereitung für das nächste Casting: Diese Software sagt Ihnen, ob Sie schön sind, Spiegel-online

 

Lehrstuhl für Kunstpädagogik an der ADBK München, Prof. Dr. Johannes Kirschenmann, Akademiestr. 4, 80799 München,
www.kunstpaedagogik-adbk.de/